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A

Acrylglas

Acrylglas (besser bekannt als Plexiglas) dient als Werkstoff für Uhrengläser und wurde insebsondere in den fünfziger und sechziger Jahren als solcher verwendet. Mittlerweile sind meist nur noch Uhren aus dem niedrigeren Preissegment mit Uhrengläsern aus Acrylglas ausgestattet.

Analog-Anzeige

Zeitanzeige durch Zeiger auf einem Zifferblatt.

Analog-Uhr

Uhr mit analoger Zeitanzeige.

Anker

Der Anker ist – neben Ankerrad und Unruh - ein Bestandteil des Hemmungssystems in einem mechanischen Uhrwerk, welches den genauen Gang des Uhrwerks reguliert und zu einem gleichmäßigen Ablauf des Uhrwerks führt. In der Ankerhemmung verbindet der Anker das Räderwerk mit der Unruh und ähnelt optisch einem Schiffsanker. Die Bewegungen des Ankers sind das, was Sie als Ticken der Uhr hören können.

Ankerrad

Letztes Rad des Räderwerkes einer mechanischen Uhr.

Automatikuhr

Eine Automatikuhr ist eine mechanische Armbanduhr mit automatischem Aufzugsmechanismus. Dabei wird die Zugfeder durch die natürlichen Armbewegungen des Uhrenträgers aufgezogen, indem die Gesetze der Schwerkraft und die Eigenschaften einer schwingenden Masse ausgenutzt werden und so ein Rotor in der Uhr zum Drehen gebracht wird.

Auto Relay

Variante der SEIKO-Kinetic, die über einen „Schlafmodus“ verfügt. Wird die Uhr nicht getragen und befindet sich im Ruhezustand, werden nach 72 Stunden die mechanischen Antriebe abgeschaltet und die Zeiger der Uhr bleiben stehen. Die Uhr wird „geweckt“, d.h. der mechanische Antrieb wird wieder aktiviert, indem die Uhr einfach kurz bewegt wird. Durch diese Energiesparfunktion gewährleistet die Uhr eine Gangreserve von bis zu 4 Jahren in voll aufgeladenem Zustand.

B

Bergkristall

Farbloser, durchsichtiger Quarzkristall, bestehend aus chemisch reinem Siliziumdioxid. In der Uhrmacherei wird er als Schwingquarze in Quarzuhren und die Herstellung von Uhrengläsern verwendet.

Blindenuhr

Uhren, bei denen die Zeit durch Abtasten des Zifferblattes erkannt werden kann. In der Regel verfügen Blindenuhren über ein zu öffnendes Uhrenglas, besonders stabile Zeiger und sind mit aufgesetzten Zifferblattmarkierungen (Zahlen oder Ziffern in Blindenschrift) ausgestattet.

C

Chronograph

Der Begriff des Chronographen kommt aus dem Griechischen und leitet sich aus den Worten "chronos = Zeit" und "grapho = ich schreibe" ab. Er vereint eine Stoppuhr (mit Auslösemechanismus) mit einer normalen Uhr.

Hier gelangen Sie zu unseren Herrenchronographen und Damenchronographen.

Chronometer

Chronometer dürfen sich nur jene Uhren nennen, die aufgrund ihrer Präzision und hervorragender Zeitmessergebnisse amtlichen Prüfungen standgehalten haben. Diese Prüfungen dauern 15 bis 22 Tage, die Uhren werden dabei in verschiedenen Temperaturen und Lagen getestet. Wenn bei diesem Test bestimmte Gangabweichungen nicht überschritten werden, stellt das prüfende Institut einen Gangschein aus. Entsprechend der Schweizer Chronometernorm muss der mittlere tägliche Gang eines Chronometers in fünf Lagen im Bereich von –4 Sekunden/Tag bis +6 Sekunden/Tag liegen.
Bei Seiko gelten unternehmensinterne höhere Anforderungen an Chronometer: so wird das Gangverhalten in sechs statt der sonst üblichen fünf Lagen gemessen und die Gangwerte müssen im Bereich -3 Sekunden/Tag bis +5 Sekunden/Tag liegen. Bei Seiko erfüllen alle mechanischen Grand Seiko-Uhren diese Norm.

D

Datums-Anzeige

Die Datums-Anzeige umfasst die Anzeige von Datum, Wochentag, Monat und Jahr in einem Ausschnitt des Zifferblatts oder – bei Digitaluhren – auf dem Display einer Uhr. Die Anzeige erfolgt bei mechanischen Uhren mittels Mitnehmerrädern, welche die jeweiligen Scheiben zur Anzeige des Wochentages oder der Datumszahl weiterschalten.

Digitalanzeige

Im Gegensatz zur analogen Zeitanzeige mittels Zeiger auf einem Ziffernblatt werden bei modernen Digitaluhren Leuchtioden oder Flüssigkristalle für die Zeitanzeige verwendet.

Digitaluhr

Uhren mit digitaler Zeitanzeige.

Drücker

Kleine Druckschalter, welche seitlich am Gehäuse angebracht sind und ergänzend zur Krone die Einstellung und Bedienung verschiedener Zusatzfunktionen von Uhren ermöglichen.

E

Edelstahl

Edelstahl ist heute das meistverwendete Material in der Uhrenherstellung. Edelstahl ist eine Legierung von Nickel (im Rahmen der gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte) und Chrom oder auch Molybdän und Wolfram mit Stahl und ist nichtrostend. Edelstahl wird etwa seit Beginn der dreißiger Jahre in der Uhrmacherei verwendet.

Einstellring

Der Einstellring ist drehbar und befindet sich am Gehäuse der Uhr. Mit ihm können zusätzliche Messwerte wie die Weltzeitfunktion oder Tauchzeiten ermittelt werden.

Energiesparfunktion

Ermöglicht bei Kinetic Auto Relay eine Gangreserve von bis zu 4 Jahren. Nimmt die Uhr über 3 Tage (bei Kinetic Perpetual über 24 Stunden) keine Bewegung wahr, bleiben die Zeiger stehen, um den Verbrauch der Energie zu reduzieren. In diesem Modus kann die Uhr bei voll geladenem Speicherelement bis zu 4 Jahre laufen.

EOL-Anzeige (End of Life)

Bei der EOL-Anzeige handelt es sich um eine Anzeige, die auf den in Kürze bevorstehenden Batteriewechsel bei Quarzuhren aufmerksam macht. Bei Uhren mit analoger Anzeige wechselt der Sekundenzeiger dabei meist in einen Zweisekundentakt, während bei Uhren mit digitaler Anzeige meist die Anzeige zu blinken beginnt.

Ewiger Kalender

Komplizierte Zusatzeinrichtung bei Uhren zur Anzeige von Datum (sowie eventuell Wochentag, Monat, Jahr und Mondphase) unter Berücksichtigung unterschiedlicher Monatslängen und der Schaltjahre. Das Datum von Uhren mit Ewigem Kalender muss damit nicht an Monatsenden oder in Schaltjahren manuell korrigiert werden. Uhren mit ewigem Kalender sind wegen ihrer geringen Produktionsstückzahlen und der umfangreichen Konstruktion- und Herstellungsaufwendungen nur im oberen Preissegment zu finden.

F

Feder

Das wichtigste Bauelement der tragbaren Uhren. Die Zugfeder dient zum Speichern der Energie in mechanischen Uhren. Sie wird über die Aufzugswelle gespannt und gibt die Gespeicherte Energie an das Räderwerk ab.

Feinregulierung

Der Begriff der Feinregulierung bezeichnet sowohl den Prozess der besonders genauen Regulierung einer mechanischen Uhr durch einen Uhrmacher, als auch eine entsprechende Vorrichtung in einer Uhr, welche diese besonders genaue Regulierung sicherstellen soll.

Fließsekunde (fließende Sekunde)

Uhren mit Fließsekunde (fließender Sekunde) besitzen einen „fließenden“ Sekundenzeiger, d.h. der Sekundenzeiger springt nicht, sondern bewegt sich in einer ununterbrochenen Kreisbewegung. Die einzige Uhr mit einer wirklich fließenden Sekunde ist die SEIKO Spring Drive. Bei anderen Uhren vollzieht sich die Bewegung des Sekundenzeigers nicht im Sekundentakt, sondern, in der Regel, in 1/5-Schritten. Damit wird die Trägheit des Auges ausgenutzt – dem Betrachter erscheint die Bewegung des Sekundenzeigers fließend.

Flüssigkristall-Anzeige

Ausrichtung flüssiger Kristalle durch elektrische Einflüsse, sodass die Zeitanzeige auf energiesparende Weise im Rahmen einer Digitalanzeige nach außen reflektiert wird.

Funkuhr

Über Funk gesteuerte Quarzuhr. Die Verbindungsherstellung zwischen Quarzwerk und Empfänger erfolgt mittels Decoder.

G

Gang

Der Gang bezeichnet die Differenz zwischen zwei „Ständen“, also abgelesenen Zeitanzeigen an zwei unterschiedlichen Tagen auf derselben Uhr. Diese Differenz ergibt sich durch verschiedene qualitative, standortbezogene oder nutzungsabhängige Faktoren und kann zwischen wenigen Sekundenbruchteilen und mehreren Minuten variieren. Eine möglichst genaue Regulierung durch einen Uhrmacher verbessert den Gang. Die Angabe, der Gang einer Uhr betrage 8 Sekunden pro Tag, ist also so zu interpretieren, dass der Gang täglich um 8 Sekunden differiert.

Gangabweichung

Die Gangabweichung bezeichnet die Variation des Gangs einer Uhr an verschiedenen Tagen, beispielsweise ein Gang von 15 Sekunden am einen und 20 Sekunden am nächsten Tag. Sie entstehen durch äußere, durch den Uhrmacher nicht beeinflussbare Umstände wie Temperaturschwankungen, Verschmutzungen, Erschütterungen oder auch durch unregelmäßiges Aufziehen.

Gangdauer = Gangreserve

Die Gangdauer oder auch Gangreserve bezeichnet bei mechanischen Uhren die Maximallaufzeit des Uhrwerks. Sie beschreibt somit den Zeitraum zwischen Vollaufzug und vollständiger Entspannung der Zugfeder.

Gangschein

Einen Gangschein ("Bulletin de Marche") erhalten solche Uhren, welche die Anforderungen von offiziellen Prüfinstituten wie dem Schweizer COSC ("Controle Officiel Suisse des Chronomètres") an die Ganggenauigkeit einer Uhr erfüllen.

Gebläute Zeiger

Das „Bläuen“ oder „Blau anlassen“ der Zeiger wird heutzutage häufig aus ästhetischen Gründen vorgenommen. Die dunkelblaue Oberflächenverfärbung der Stahlzeiger entsteht durch deren Erhitzung auf 290 bis 310°C.

Gehäuse

Das Gehäuse einer Uhr verkleidet und schützt somit das Uhrwerk. Es kann aus verschiedenen Materialien bestehen. Neben seiner Schutzfunktion ist es auch aus ästhetischer Sicht relevant.

Glasboden

Durchsichtiger Boden (Sichtboden) bei mechanischen Uhren, welcher die Betrachtung des komplexen Uhrwerks mit all seinen Funktionen ermöglicht.

GMT

Greenwich Mean Time. Durch die südenglische Stadt Greenwich verläuft der Nullmeridian der Weltzeit. Die Erde ist in 24 Zeitzonen unterteilt, die Zeitanzeigen erfolgen auf der Erde immer bezogen auf GMT. So hat beispielsweise New York GMT -5, Sydney +8.

GPS Solar

Seiko Uhrentechnologie, bei der die Uhr Zeitsignale von Atomuhren der GPS-Satelliten empfängt. Gleichzeitig nutzt die Uhr die GPS-Satelliten zur Standortbestimmung und weist dem Standort die richtige Zeitzone zu. Die Uhrzeit stellt sich automatisch auf die aktuelle Ortszeit des Standortes ein.

Hier gelangen Sie zu unseren GPS Solaruhren.

H

Halbschwingung

Halbschwingung (auch bezeichnet als Amplitude) bezeichnet in der Uhrmacherei den Winkel, welchen die Unruh zwischen den beiden Umkehrpunkten bei ihren Schwingungen einschließt.

Handaufzugsuhr

Ein Zeitmesser, bei dem die Zugfeder täglich mit Hilfe der Aufzugs-Krone von Hand gespannt werden muss. Früher geschah dies bei Taschenuhren mit kleinen Schlüsseln. Mitte des letzten Jahrhunderts wurde der Kronenaufzug erfunden. Eine Handaufzuguhr muss täglich aufgezogen werden, weil die Zugfeder nur für eine Gangreserve von etwa 36 - 40 Stunden sorgt.

Hardlexglas

Hardlex-Mineralglas wird in einem speziellen Verfahren so gehärtet, dass es wesentlich widerstandsfähiger gegen Kratzer und Stöße als herkömmliches Mineralglas ist.

Hemmung

Ein Mechanismus, der die Kraft von der Zugfeder über das Räderwerk auf das Schwingsystem (Unruh, Unruhspirale) einer Uhr überträgt. Die Hemmung besteht aus dem Ankerrad mit zugehörigem Trieb, dem Anker mit den beiden Paletten, der Ankergabel, den Sicherheitsstiften sowie der großen Rolle mit Ellipse und der kleinen Rolle. Die beiden Rollen sind auf der Unruhwelle befestigt und bewegen sich im Rhythmus der Unruh hin und her. Die Hemmung einer mechanischen Armbanduhr führt Schwerstarbeit aus: Bei einer Schlagzahl der Unruh von 28.800 Halb-schwingungen/Stunde lässt sie das Räderwerk innerhalb von 24 Stunden 691.200 Mal vorrücken. Innerhalb von vier Jahren ergibt dies über eine Milliarde Kraftstöße, die durch die Hemmung weitergeleitet werden. Dies entspricht der sechsfachen Leistung eines menschlichen Herzens.

I

Indikation

Als Indikation werden in der Uhrmacherei alle Vorrichtungen bezeichnet, mit deren Hilfe der Ablauf der Zeit, des Gehwerks und seiner Hilfswerke dargestellt wird. Hierzu dienen die sogenannten Indikationsblätter. Hilfsindikationsblätter liefern Angaben, die über die normale Zeitanzeige hinausgehen, wie z.B. das Anzeigen der Mondphase. Als Hilfszifferblätter werden dabei kleine Zifferblätter bezeichnet, die beispielsweise Informationen über die Abstellung des Schlagwerks oder der Repetition geben.

K

Kalenderuhr

Besitzt eine Uhr neben der Anzeige der Uhrzeit mindestens auch noch eine Datumsanzeige, so ist von einer Kalenderuhr die Rede. Meist spricht man anstelle von Kalenderuhren auch von astronomischen Uhren, welche zusätzlich Woche, Monat und Jahr angeben.

Kaliber

Das Kaliber beschreibt in der Fachsprache die Uhrwerkgröße und -form, während die Kalibernummer den Werktyp angibt.

Karat

Karat ist die Einheit, in welcher der Goldgehalt einer Legierung angegeben wird. Sie besteht aus 24 Skalenpunkten, wobei Feingold als 24 Karat bezeichnet wird. Die Karat-Angabe für ein Goldgehäuse findet sich meist auf dem Rückdeckel. Hochwertige Armbanduhren besitzen häufig ein 18-karätiges Goldgehäuse (also mit 750 Tausendteilen Feingold) oder ein 14-karätiges Goldgehäuse (mit 585 Tausendteilen Feingold).

Kinetic

Kinetic bezeichnet eine von SEIKO entwickelte Uhrentechnologie, die die Bewegungen des Trägers, seine kinetische Energie, zum Antrieb der Uhr einsetzt. Mit Hilfe eines Mikrogenerators wird die Bewegungsenergie des Trägers in elektrische Energie umgewandelt und damit ein Quarzuhrwerk angetrieben.

Hier gelangen Sie zu unseren Kinetic-Uhren für Herren.

Kleine Sekunde

Die kleine Sekunde wird auch als „dezentrale Sekunde“ bezeichnet. Es handelt sich um eine Komplikation, bei welcher der Sekundenzeiger nicht im Zentrum des Zifferblattes angebracht ist, sondern dezentral an einer separaten Position. Aus ästhetischen Gründen befindet sich die kleine Sekunde meist auf 6 Uhr. Sie ist vorrangig bei Taschenuhren oder Handaufzugs-Armbanduhren üblich.

Klinkenrad

Als Bestandteil einer Automatikuhr sorgen Klinkenräder dafür, dass die Drehbewegungen des Rotors für den Aufzug in beide Richtungen genutzt werden kann, wobei je ein Klinkenrad für eine Drehrichtung (Rechts- bzw. Linksdrehung) verbaut wird.

Kloben

Im Gegensatz zur Brücke liegt der Kloben auf der Grundplatine nur einseitig auf und ist mit nur einer Schraube befestigt. Die Funktion des Klobens entspricht der einer Brücke.

Komplikation

In der Fachsprache ist von einer Komplikation die Rede, wenn eine Uhr neben der Zeitanzeige weitere Indikationen aufweist. Dazu zählen insbesondere ein Weckwerk oder eine Datumsanzeige.

Kristallglas

Hochwertiges farbloses Weißglas, meist mit Anteilen an Bleioxiden.

Krone

Das geriffelte Rad, welches seitlich am Uhrengehäuse angebracht ist, nennt sich Krone. Mit ihr kann die Uhrzeit eingestellt werden. Verfügt die Uhr beispielsweise über eine Datumsanzeige oder die Anzeige einer zweiten Zeitzone, können auch diese mittels der Krone eingestellt werden. Bei Handaufzugsuhren hat sie die Funktion des Spannens der Zugfeder.

L

Lagen

Armbanduhren werden in vielen verschiedenen Positionen getragen. Darum spielen die Lagen bei der Regulierung der mechanischen Uhr eine erhebliche Rolle. Man unterscheidet im Allgemeinen nach den sechs Lagen „Krone links“, „Krone rechts“, „Krone oben“, „Krone unten“, „Zifferblatt oben“ und „Zifferblatt unten“. Je nach Lage wirken die Kräfte unterschiedlich auf die Uhr ein. Präzisionsuhren werden daher in diesen sechs Lagen reguliert, damit sie ein zuverlässiges Gangergebnis erzielen.

    LumiBrite

    Ist eine von der Nemoto Co.Ltd. entwickelte Leuchtbeschichtung, die von SEIKO für alle Produkte eingesetzt wird. Lumibrite enthält keinerlei radioaktives Material und weist deutlich verbesserte Leuchteigenschaften auf als andere Leuchtstoffe.

      Lünette

      Die Lünette umrandet als äußerer Ring das Gehäuse einer Uhr. Dieser Ring ist entweder feststehend oder drehbar montiert.

        M

        Magic Lever

        1959 wurde der “Magic Lever” (Magischer Hebel) von SEIKO entwickelt. Egal in welche Richtung sich die Schwungmasse von Uhren mit automatischem Aufzug dreht, jede Bewegung wird genutzt und durch den magischen Hebel in die Drehrichtung transformiert, in der die Hauptfeder aufgezogen wird. Der Magische Hebel gewährleistet damit maximale Effizienz beim Aufzug der Hauptfeder.

        Manufaktur

        Von einer Uhrenmanufaktur ist die Rede, wenn der Hersteller einer Uhr deren wesentliche Bestandteile inklusive des Werks selbst anfertigt.

        Mechanische Uhr

        Klassischer Uhrentyp mit einem mechanischen System zur Zeitregulierung.

        Hier gelangen Sie zu unseren mechanischen Damenuhren und mechanischen Herrenuhren.

        Mikrorotor

        Mikrorotoren kommen in Automatikuhren zum Einsatz. Es handelt sich um kompakte Schwungrotoren mit kleinerem Durchmesser, die eine Integration in das Uhrwerk und damit die optimale Nutzung der Gehäusehöhe ermöglichen.

        Mineralglas

        Mineralisches Uhrglas (Härte 5 nach Mohs). Mineralgläser sind gegenüber Kunststoffgläsern härter und auch kratzfester.

        Minutenrohr

        Auf ihm sitzt der Minutenzeiger.

        Mondphase (-Anzeige)

        Gibt die Phasen / den Stand des Mondes als Bild und/oder Zahl an (Mondalter: 1 bis 29,5 Tage). Zumeist erfolgt die Anzeige der Mondphase mit Hilfe einer hinter einem Ausschnitt bewegten, meist bemalten bzw. verzierten Scheibe).

        N

        Nivarox

        Legierung aus Eisen, Nickel, Chrom, Titan und Beryllium. Verwendet wird das antimagnetische und temperaturkompensierende Nivarox für die Fertigung von Unruhspiralen, insbesondere aufgrund von seinen antimagnetischen und temperaturkompensierenden Eigenschaften.

        P

        Pfeiler

        Verbindungsstücke zwischen vorderer und hinterer Platine des Uhrwerkes.

        Platine

        Platte (häufig aus Messing, z.T. aus Eisen), die das Uhrwerk trägt. Zwischen den zumeist zwei Platinen lagern die Wellen des Räderwerkes. Taschenuhren besitzen seit 1840 häufig nur eine Platine, auf der sich das Werk mit Brücken aufbaut.

        Q

        Quarzuhr

        Uhrwerk, in dem ein Schwingquarz zur Zeitregulierung eingesetzt wird. In einem Quarzwerk wird ein Kristall zum Schwingen gebracht. Die gleichmäßige Schwingung wird genutzt, um mit Hilfe einer integrierten Schaltung einen Motor anzutreiben. Vorteil ist die sehr hohe Ganggenauigkeit und der geringe Platzbedarf eines solchen Uhrwerkes, Nachteile die Umweltverschmutzung durch die Batterie und die Abhängigkeit vom Batteriewechsel.

        Hier gelangen Sie zu unseren Damen-Quarzuhren und Herren-Quarzuhren.

        R

        Räderuhr

        Uhren mit Zahngetriebe und mechanischer Hemmung.

        Räderwerk

        Überträgt die Energie vom Energiespeicher auf den Gangregler und übersetzt die Schwingungen des Gangreglers in die Zeitanzeige (Zeigerwerk). Das Räderwerk besteht aus Räderpaaren (dem Rad und dem Trieb), die jeweils auf einer gemeinsamen Achse befestigt sind.

        S

        Saphirglas

        Wertvolles künstlich hergestelltes Glas mit höchster Härte und Kratzfestigkeit (Härte 9 nach Mohs), die nur vom Diamant übertroffen wird. Saphirglas ist weniger schlagempfindlich als Mineralglas und äußerst kratzfest.

        Sapphlexglas

        Von SEIKO verwendetes Verbundglas, das zu 2/3 aus Kristallglas und zu 1/3 (Oberflächenschicht) aus Saphirglas besteht. Durch den Verbund mit Kristallglas wird dem Saphirglas die Sprödigkeit genommen und es lässt sich leichter verarbeiten und einsetzen.

        Schlagwerk

        Zusatzeinrichtung mancher Uhren. Schlagwerke zeigen die Zeit zusätzlich durch Schlag auf Glocke oder eine Tonspirale akustisch an.

        Schraubkrone

        Mit dem Gehäuse verschraubbare Aufzugskrone, die die Wasserdichtigkeit der Uhr verbessert.

        Solaruhr

        Quarzuhr, die die benötigte elektrische Energie mit Hilfe von physikalischen Zellen selbst erzeugt. Außer den Bauteilen zur Energieerzeugung entspricht die Solaruhr in ihrem Aufbau und ihrer Wirkungsweise einer Quarzuhr. Die für Solaruhren benötigte elektrische Energie wird aus künstlichem oder natürlichem Licht gewonnen. Unter dem Zifferblatt liegende Solarzellen wandeln das Licht in einem photovoltaischen Prozess in elektrische Energie um. Vorteile von Solaruhren sind deren hohe Ganggenauigkeit (die mittlere Gangabweichung beträgt wie bei einer Quarzuhr nur 5-15 Sekunden im Monat) und ihre hohe Robustheit. Durch ihre unerschöpfliche Energiequelle ist kein Batteriewechsel notwendig, wodurch die Wasserdichtigkeit lange erhalten bleibt und für Sie keine Folgekosten anfallen.

        Hier gelangen Sie zu unseren Damen-Solaruhren und Herren-Solaruhren.

        Springende Sekunde

        Der Sekundenzeiger bewegt sich ruckartig – einmal in der Sekunde – vorwärts.

        T

        Tachymeter

        Ein Tachymeter ist eine Zusatzfunktion einer Armbanduhr zur Geschwindigkeitsmessung anhand der entsprechenden Tachymeterskala. Es kommt insbesondere bei Chronographen zum Einsatz und funktioniert, indem der Sekundenzeiger beim Passieren eines Kilometersteins gestartet wird und beim Erreichen des nächsten Kilometersteins auf der Skala die Geschwindigkeit angezeigt wird.

        Taucheruhr

        Uhren mit besonderen Anforderungen an Wasserdichtigkeit, Ablesbarkeit und einer einseitig drehbaren Lünette zum Einstellen der Tauchzeit. In Deutschland sind die Bestimmungen für Taucheruhren in der DIN-Norm 8306 geregelt.

        Telemeter

        Die Telemeterteilung gestattet die Schätzung der Entfernung, die den Beobachter vom Ereignis trennt, das sichtbar und hörbar ist (z.B. Blitz/Donner).

        Totalisator

        Totalisatoren sind kleinere Hilfszifferblätter, die in das Hauptzifferblatt eingelassen sind. Sie zeigen Minuten und Stunden eines Stoppvorgangs bei Chronopraphen an. 

        U

        Unruh

        Taktgebendes Schwungrad, das das gleichmäßige Vorrücken der Zeiger über das Räderwerk ermöglicht.

        W

        Wasserdichtigkeit

        „Wasserdicht“ (oder „waterresistent“) ist die rein theoretische Auslegung der Wasserdichtigkeitsprüfungen (entsprechend der DIN-Norm 8310) für fabrikneue Uhren und umfasst die Widerstandsfähigkeit gegen Schweiß, Wassertropfen und gegen Eintauchen in Wasser über 30 Minuten bei einer Wassertiefe von 1m und 90 Sekunden in 20m Tiefe. Wasserdichtigkeit ist keine bleibende Eigenschaft. Dichtungen unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess und sollten daher regelmäßig überprüft werden. Mit der Angabe der Wasserdichtigkeit geht in der Regel eine Druckangabe einher. Diese gibt den Prüfdruck an und darf nicht als Tauchtiefe missverstanden werden. Der normale Umgebungsdruck an der Wasseroberfläche beträgt 1 bar; pro 10 m Wassertiefe erhöht sich der Druck um jeweils 1 bar.

        Welle

        Stange, auf der mindestens ein Zahnrad oder Radtrieb sitzt, und die sich starr mit dem Zahnrad in ihren beiden Lagern der Platinen dreht.

        Werkgestell

        Das Werkgestell dient dazu, das Uhrwerk zu befestigen und zu lagern. Bestandteile des Werkgestells sind die Werkplatten, welche auch als Platinen bezeichnet werden, und die Pfeiler, welche die Werkplatte tragen.

        Z

        Zeigerkupplung

        Flache Feder zwischen Zeigerwerk und Antrieb, welche als Rutschkupplung dient. Sie verhindert, dass bei einer manuellen Einstellung der Zeiger das gesamte Räderwerk bis zur Hemmung mitgedreht wird.

        Zentralsekunde

        In der Mitte des Zifferblattes angeordneter Sekundenzeiger.

        Zifferblatt

        Das Zifferblatt dient in Verbindung mit den Zeigern zur analogen Zeitanzeige. Das Befestigen der Zifferblätter erfolgt meist durch Verschrauben mit dem Werk oder mit Hilfe von unten angelöteten Zifferblattfüßen.

        Zugfeder

        Die Zugfeder liefert die Antriebsenergie für das Uhrwerk. Sie ist ein elastisches, flaches Band aus einer Metalllegierung, welches als Biegefeder dient und spiralförmig aufgerollt ist. Durch das Aufziehen der Uhr wird die Zugfeder gespannt.